Ich kenne Andrew Keen nicht. Das sage ich gleich vorweg. Was mich jedoch wundert ist, dass alles was es an Phänomenen im Internet gibt, automatisch auf Faschismus hinauslaufen soll. Bitte?!
Gerade Beiträge wie deiner zeigen doch, dass das was an Kritik gegenüber dem Web 2.0 existiert ernst genommen wird und keinesfalls verschluckt wird, was Mr Keen implizit wohl mit seinen Äußerungen sagen möchte, was ich Mr Keen jetzt einfach als unterschwellige Behauptung unterstelle ;-)
Genauso wenig folge ich ihm im Hinblick auf große kolloborative Werke wie etwa die Wikipedia. Sicher, es gibt einige wenige sehr aktive Wikipedianer, die für einen Großteil der Informationen verantwortlich zeichnen, aber gerade diese Leute glauben auch an freie Informationen und an freien Informationsfluss. Es erscheint doch absurd, dass diese Leute auf einmal anfangen würden ihre Werte gegen „Macht“ einzutauschen. Da diese Leute auch nicht wirklich eine homogene Gruppe bilden und es ständig Streitigkeiten gibt, zeigt wieder einmal die Offenheit für Diskussionen. Was die Monopole betrifft, bin ich mir mit mir selbst nicht einig. Einerseits bin ich schon eine Art Google-Fanboy und nutze sehr viele Services des Konzerns. Andererseits bin ich mir über die problematische (und immer problematischere) Stellung Googles bewusst, klar weiß Google wahrscheinlich mehr über mich als ich selber, aber was hat Google für ein Interesse daran gerade meine Person fertig zu machen? Vielleicht denke ich zu pragmatisch um mir ernsthaft ein „Googleperium“ vorstellen zu können. Und wie heißt es so schön? Wechseln kann man immer noch. Ich nutze zum Beispiel heute ausschließlich Linux und weitestgehend freie Software.
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Von: Martin
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